Vang Vieng was?

Vang Vieng was

Mit neuen 15 Tagen in der Tasche brechen wir auf nach Vang Vieng!

Das Städtchen hat eine unrühmliche Party-Vergangenheit hinter sich und zog in den vergangenen Jahren mehrheitlich junge Backpacker an. Die liessen sich beim sogenannten Tubing, mit aufgeblasenen Autoschläuchen den Fluss hinunter treiben. Auf der „Fahrt“ nutzen viele die Gelegenheit an den unzähligen Ufer-Bars Halt zu machen um sich zu besaufen. Unter Alkoholeinfluss wurde das Tubing fortgesetzt wobei jedes Jahr mehrere junge Touristen starben!

Nadine stattete Vang Vieng bereits 2006 auf ihrer Südostasien-Reise einen Besuch ab… Ihre Freunde und Familie mögen sich bestimmt noch an ihren misslungenen Tarzan-Sprung und ihre Odyssee mit dem Tubing-Ring erinnern! Dies geschah übrigens im nüchternen Zustand! :-D Doch aus Rücksicht auf die Betroffene geben wir hier keine weiteren Details bekannt! ;-)

Schon 2006 zeigte sich das „Party-Potential“ von Vang Vieng, das damals aber erst in den Anfängen war… In den folgenden Jahren steigerten sich die Party-Exzesse stetig! Hier ein Bericht vom Tagesanzeiger vom Juli 2012: Die tödliche Touristenattraktion in Laos

Kurz darauf, im August 2012, reagierte die laotische Behörde und setzten dem Treiben endlich ein Ende. Sie liessen alle Ufer-Bars schliessen und auch das Tubing auf dem Fluss war nicht mehr gestattet! Das Ziel war, so die Partywütigen von Vang Vieng fernzuhalten und dass wieder Ruhe in dem sonst ruhigen Städtchen einkehrt.

Sollen wir nun auf dieses Vang Vieng oder nicht? Von verschiedenen Reisenden haben wir vernommen, dass es sich wieder lohnt und auch auf verschiedenen Websites und in Foren wird Vang Vieng wieder als Ziel gehandelt.

Ja, nun sind wir in Vang Vieng… und was sollen wir sagen?

Wir finden kein Gefallen an diesem Ort und auch die sicherlich malerische Umgebung mit den Karstformationen mag uns nicht so recht zu begeistern. Vang Vieng ist nach wie vor auf Massentourismus eingestellt, und versprüht für uns null Charme! Man kann auch wieder Tuben und 3 Ufer-Bars sollen bereits wieder geöffnet haben. Wir sehen Backpacker-Horden mit Bierflaschen in den Händen beim Tuben. Am Abend fallen uns Backpackerinnen auf, die lediglich im Bikini durch die Strassen spazieren, was ein absolutes No-Go ist in der laotischen Kultur. Es scheint als würde das ganze wieder auflodern… Schade! :-(

Das kaum übersehbare Schild bei der Tourist-Information_IMG_5383Wir versuchen Vang Vieng eine „Chance“ zu geben und bleiben 3 Tage. Da das Wetter eher regnerisch trüb ist schlägt dies wohl auch noch auf unsere Stimmung. Dennoch mieten wir für einen Tag einen Roller um die Gegend zu erkunden.

Wir malen den Himmel blau als wir vom Eingang zur Tham Chang Höhle auf die Ebene herabblicken_ P1050733

Wir malen den Himmel blau als wir vom Eingang zur Tham Chang Höhle auf die Ebene herabblicken

Zoom sei Dank! Bauern mitten im Reisfeld bei der Arbeit_P1050724

Zoom sei Dank! Bauern mitten im Reisfeld bei der Arbeit

Es gibt auch ein Highlight! Baden in der blauen Lagune unterhalb der Tham Chang Höhle..._P1050739

Es gibt auch ein Highlight! Baden in der blauen Lagune unterhalb der Tham Chang Höhle. Durch einen schmalen Eingang (oberhalb von Manus Kopf) schwimmen wir gegen die Strömung und nur mit einer Stirnlampe gut 100m in eine Höhle. COOL!!!

Von unserem Bungalow geniessen wir für eine kurze Zeit schönes Wetter..._P1050699

Von unserem Bungalow geniessen wir für eine kurze Zeit schönes Wetter…

doch dann kommt der Regen zurück. SNIFF__P1060125

…doch dann kommt der Regen zurück. SNIFF!!!

Spielt Nadine Versteckis Nö nö, sie schützt sich bei der Büroarbeit am Netbook nur vor dem Spritzwasser_IMG_5378

Spielt Nadine Versteckis? Nö nö, sie schützt sich bei der Büroarbeit am Netbook nur vor dem Spritzwasser :-D

Doch unsere Meinung bleibt, Vang Vieng haut uns nicht vom Hocker.

Zu allem Übel, kommen uns in unserer Unterkunft auch noch 200‘000 Kip (CHF 25) abhanden. Vor unserer Motorradtour gaben wir unser Bauchtäschchen mit Pässen, Ausweisen und dem Grossteil unseres Bargelds an der Rezeption ab, da wir dies für sicherer hielten als alles den ganzen Tag im rustikalen Bungalow zu lassen oder mit uns herumzutragen.
Nach unserer Rückkehr machten wir wie jeden Abend seit Beginn unserer Reise „Kassensturz“ und schrieben alle unserer Ausgaben in unser Kassenbuch. Dabei zählten wir den gesamten Betrag unseres Bargeldes, das Geld im Portemonnaie und dem aus dem Bauchtäschchen. Und… im Bauchtäschchen fehlten 200‘000 Kip! Wir suchten das Gespräch mit dem irischen Besitzer und erklärten ihm die Situation. Doch der glaubte nicht an einen Diebstahl und liess uns merken, dass wohl eher wir einen Fehler machten… :-( Dummerweise können wir nichts beweisen und sitzen somit am kürzeren Hebel.

So verlassen wir Vang Vieng ziemlich desillusioniert.

 


Kommentare

Vang Vieng was? — 3 Kommentare

  1. Pingback: Gefahreneinschätzung: Was du bei unbekannten Reiseländern abchecken solltest | Weltreiseforum: Die Informationsquelle für Individualreisende

  2. Schade, dass euch Vang Viang nicht so gut gefiel. Ich finde, dass der Ort – trotz seiner wenig rühmlichen Vergangenheit (und wohl auch Zukunft) – einen gewissen magischen Charme verspürt. Aber vielleicht sind es auch einfach meine guten Erinnerungen von meiner ersten Besuch vor 12 Jahren, der mich über all die Negativerscheinungen hinwegschauen lässt.

    Das mit dem Geld ist tatsächlich ärgerlich, auch wenn es sich um keinen grossen Betrag handelt. Als Hotelbesitzer sollte man sowas schon ernstnehmen, finde ich. Natürlich kann er euch das nicht ersetzen, weil sonst jeder kommen könnte. Aber intern untersuchen sollte er es schon und im Wiederholungsfall die betreffende Personen feuern. Für den Ruf eines Guesthouses ist es sicherlich nicht förderlich, wenn regelmässig Geld abhanden kommt.

    • Wir wissen gut was Du meinst, haben auch solche magischen Orte aus früheren Reisen in unserer Erinnerung…

      Haben wirklich versucht uns mit Vang Vieng anzufreunden aber es passte bei unserem Besuch zu vieles nicht: Schlechtes Wetter, komische Atmosphäre, keine guten Restaurants gefunden und dann natürlich der Diebstahl. Der schon etwas ältere irische Besitzer schien ziemlich überfordert mit der Diebstahl-Situation und auch sonst wirkte der Gute etwas Durcheinander…
      Die betreffende Person wird er wohl nicht feuern können. Den alle möglich Beteiligten sind Familienmitglieder seiner laotischen Ehefrau…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

     

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>