Tempelhopping in Angkor

Tempelhopping in Angkor

Pre Rup  –  Banteay Srey  –  Östlicher Mebon  –  Ta Som  –  Neak Pean  –  Preah Khan  –  Nordtor von Angkor Tom  –  Phnom Bakheng  –  Angkor Wat  –  Südtor Angkor Tom  –  Bayon  –  Baphuon  –  Phimeanakas  –  Sras Srei  –  Terrasse des Leprakönigs  –  Elefantenterrasse  –  Prasat Suor Prat  –  Siegestor  –  Ta Prohm  –  Sras Srang

Exotisch klingende Namen oder eben unser exzessives Tempelhopping!

Um Siem Reap, im Nord-Westen Kambodschas, befinden sich die Tempel von Angkor. Vor über 1‘100 Jahren begannen die Herrscher der Khmer mit dem Bau der ersten Tempel in der Gegend um das heutige Siem Reap. Das Ausmass ist immens. Auf einer Fläche von rund 200km2 wurden bis heute gegen 1‘000 Tempelanlagen und Heiligtümer entdeckt.

Jeder Tempel ist einzigartig und wiederspiegelt in seiner Bauweise auch die Persönlichkeit des jeweiligen Herrschers über Angkor, welcher die Tempel erbauen liess. Über die Jahrhunderte wurde der Baustil verbessert, verfeinert und ausgefeilter.

Ta Som - Verwunschen und zerfallen mitten im Dschungel_IMG_3874Preah Khan - Klein und überschaubar auf einer Ebene gebaut_IMG_3914Südtor Angkor Tom - Imposant und mit in alle Himmelsrichtungen blickenden Gesichtern_ IMG_4063Die einzelnen Anlagen sind sehr verschieden, von kleinen gut überschaubaren wie Ta Som bis zu gigantischen wie Angkor Wat. Alleine der Bau von Angkor Wat dauerte ganze 37 Jahre! Mit seiner Grösse von 1,5 auf 1,3 Kilometer ist Angkor Wat der grösste Tempelkomplex der Welt.

Jede Anlage hat für uns ihre besonderen Reiz sei es, weil sie gerade „nur“ auf einer Ebene angelegt ist, oder auf mehreren Terrassenförmigen. In einigen fühlen wir uns wie in einem Labyrinth aus Durchgängen, Korridoren, Galerien, Verwinkelungen, Stufen und Kreuzungspunkten von wo man in jede Himmelsrichtung gehen kann. Wir müssen aufmerksam sein, um nicht den Überblick zu verlieren von wo wir gekommen sind, und wohin wir gehen wollen. Da ist es gut das Manu ein wandelndes GPS ist! ;-) Andere sind einfacher gehalten und voraussehbarer wo es langgeht.

Banteay Srey - Nadine in einem kunstvoll verzierten Durchgang_IMG_3777Preah Khan - Von wo sind wir nun schon wieder gekommen_IMG_3909Was alle Tempelanlagen gemeinsam haben sind die üppigen Verzierungen mit Steinmetzarbeiten wie z.B. mit Apsaras den himmlischen Tänzerinnen, lotusblütenförmige Türme, in Stein gemeisselte Gesichter die in die vier Himmelsrichtungen blicken, Galerien deren Wände mit Reliefs verziert sind die Kriegs- und Alltagsszenen zeigen, Säulen auf denen Schriften eingemeisselt wurden, Götter mit mandelförmigen Augen und Dämonen mit Runden, nur um einige Besonderheiten zu nennen.

Banteay Srey - Steinmetzarbeiten so weit das Auge reicht_P1040426Banteay Srey - Eine der vielen Darstellungen aus dem Angkor-Reich_P1040424Banteay Srey - Bei genauer Betrachtung findet man überall Götter und Geisterwesen_  IMG_3755Für unser Tempelhopping lassen wir uns an einem Tag gemütlich mit einem Tuk Tuk geschlagene 12 Stunden herumkutschieren. Dabei besichtigen wir auf der sogenannten „Grossen Tour“ die etwas weiter von Siem Reap entfernten Anlagen, sowie die fast 35 km entfernte Anlage Banteay Srey, deren Besuch sich wegen den vielfältigen und sehr gut erhaltenen Steinbildhauer-Arbeiten auf jeden Fall lohnt.

Am anderen Tag machen wir uns selber mit Fahrrädern auf Erkundungstour. Ganz gegen unsere „normale“ Zeit zum Aufstehen rappeln wir uns um 03.30Uhr aus dem Bett! :-o Mit verschlafenen Augen schwingen wir uns auf die Drahtesel und radeln durch das träumende Siem Reap Richtung Angkor Wat. Wir wollen dort den Sonnenaufgang bewundern und werden beim Eingang schon mal fürs frühe Aufstehen belohnt. Im Taschenlampenlicht werden unsere Tickets kontrolliert und eine Männerstimme sagt aus dem Dunkeln zu uns: „Gratulation! Ihr seid die ersten Besucher heute. Geniesst den Sonnenaufgang“. So betreten wir also als die Ersten um 04.45 Uhr Angkor Wat in völliger Dunkelheit!

04.45 Wir betreten Angkor Wat in völliger Dunkelheit als erste_ IMG_3941Lange bleiben wir nicht die Einzigen um einen Teich, in dem sich die Silhouette von Angkor Wat spiegeln wird wenn die Sonne aufgeht. Und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Wir haben Glück, dass wir trotz der gestarteten Regenzeit einen Sonnenaufgang zu sehen bekommen, was zu dieser Jahreszeit keine Selbstverständlichkeit ist. Wir geniessen die ersten Sonnenstrahlen und das Aufwachen von Angkor Wat für diesen Tag.

Angkor Wat - Impression Sonnenaufgang No.1_ P1040700Angkor Wat - Impression Sonnenaufgang No.2_P1040727Angkor Wat - Impression Sonnenaufgang No.3_IMG_3980Angkor Wat - Impression Sonnenaufgang No.4_P1040743Nach einem starken Kaffee, den es gleich neben dem Teich gibt, starten wir unseren 2. Tempelhopping-Tag!

Angkor Wat - Nach dem Sonnenaufgang sehen wir die Anlage in ihrer ganzen Pracht_P1040768Angkor Wat - Riesige Türme, verschiedene Ebenen, lange Galerien_ IMG_4038Bayon - Geschmückt mit dutzenden von Gesichtern. Wieviele entdeckst du_P1040800Nach vielen weiteren Tempeln, „einigen“ abgestrampelten Kilometern und unzähligen bleibenden Eindrücke dieser immensen Baukunst, kommen wir vor dem Sonnenuntergang müde und zufrieden wieder in Siem Reap an.

 


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

     

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>