dalli, dalli nach Dali!

dalli, dalli nach Dali!

Inzwischen haben wir wieder einige Kilometer zurückgelegt. Von den enttäuschenden Longij-Reisterrassen ging es wieder mit einem „Busmarathon“ zurück nach Guilin. Dort übernachtet, reisten wir gleich am nächsten Morgen, einmal mehr mit einem „Nachtzug“, nach Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan. Die Yunnan-Region soll die letzte Etappe unseres China-Aufenthalts werden und wir versprechen uns einiges! Viele meinen ja, es sei die schönste Region China’s! Wir lassen uns überraschen!

Unser „Nachtzug“ fuhr übrigens schon morgens ab! Denn für diese Zugsstrecke waren wir sage und schreibe über 23 Stunden im Zug. Sie war mit 1434km jedoch nicht ganz die weiteste Strecke die wir in China zurückgelegt haben. Die weiteste war mit 1509km von Xian – Shanghai. Natürlich wieder in einem Hardsleeper, wo wir die Bekanntschaft mit einer aufgeschlossenen, jungen Chinesin machten. So verging die Zeit wie im Fluge und Nadine kam gar nicht dazu ihre Nase in ihr Buch zu stecken. Hehe!

Dank unserer mittlerweile tausenden von Kilometern Nachtzug-Erfahrung haben wir eine Strategie entwickelt, wie wir unser Gepäck am „diebstahlsichersten“ verstauen können. Die grossen Rucksäcke schmeissen wir immer auf die Gepäckablage über dem Gang („supersicher“ oder ;-) ). Die kleinen Tagesrucksäcke jedoch, mit unseren wichtigsten Habseligkeiten wie Pass, Kreditkarten, Fotokameras, Netbook usw. stellen wir in die Ecke beim Kopfkissen.

Der Tagesrucksack in der sicheren Ecke..._IMG_0901Das ergibt zwar weniger Kopffreiheit beim Schlafen, dafür ist es einigermassen diebstahlsicher! Dies der momentane Stand unserer Strategie! :-D Wobei wir noch erwähnen sollten, dass wir uns in China’s Zügen grundsätzlich immer sicher fühlen! Aber man weiss ja nie…!

und Manu als Security davor_IMG_0904Angekommen im Hostel in Kunming werden nicht etwa die Beine hochgelagert und ausgeruht, nein es wird gleich die Weiterreise nach DALI organisiert. ;-) Ja so läuft das eben im Alltag eines Backpackers. Eine kurze Nachtruhe gönnen wir uns dennoch und am nächsten Tag machen wir uns auch schon wieder auf den Weg zu dem einen von 4 Busbahnhöfen Kunmings.

Ououou was ist denn das??!!
Uns schwant Übles als wir in den Bus von Kunming nach Dali steigen… Ist es das wofür wir es halten?

sind das etwa Kotz-Eimer_P1020129
Asiaten sind ja bekannt für ihre chronische Reiseübelkeit! Es stellt sich zum Glück heraus, dass die Eimer „lediglich” dazu dienen, dass die Fahrgäste den Abfall entsorgen können. Natürlich wird zwischendurch auch mal reingespuckt, ganz normal in China und unüberhörbar! Aber sie werden sogar auch zur Not für Kleinkinder zum Reinpinkeln benutzt, wie wir es selber live miterleben, in der Reihe vor uns. Naja, solange es beim Reinpinkeln bleibt…! ;-)

Ziemlich auf den „Stümpen“ von unserem Reisemarathon in den letzten Tagen werden wir in Dali rausgelassen. Aber leider nicht in der Altstadt wo wir hinwollen (ca. 30 Autominuten entfernt), sondern beim Busbahnhof in der Neustadt. Geizig wie wir sind nehmen wir uns kein Taxi sondern versuchen wie immer mit dem Stadtbus zum Hostel zu gelangen. Doch dieses Mal müssen wir kapitulieren! Wir haben null Ahnung wie wir vom Busbahnhof an den Zugsbahnhof kommen. Denn von dort fährt, gemäss Wegbeschreibung unseres Hostels, ein Stadtbus direkt in die Altstadt. Jetzt wäre ein GPS super, oder eben doch ein Taxi! Also zurück zu den Taxifahrer-Halsabschneidern, dem Schrecken aller Backpacker. Die Halsabschneider beharren auf ihrem Preis und Handeln scheint unmöglich! Immerhin erbarmt sich dann einer unser und fährt uns für läppische 10 RMB die ebenfalls läppisch kurze Strecke zum Busbahnhof. :-o
Wieso lassen wir uns nicht gleich in die Altstadt fahren, fragt ihr Euch wohl jetzt? Weil die Fahrt in die Altstadt mit dem Taxi 50 RMB gekostet hätte und wir mit dem Stadtbus vom Zugsbahnhof aus für wirklich läppische 1.5 RMB p.P. in die Altstadt kommen. Sprich total 13 RMB anstatt 50 RMB! Ihr seht, beim Reisen zählt halt jeder Rappen! ;-)

Die historische Altstadt Dali liegt sehr schön gelegen zwischen dem Cangshan-Gebirge und dem Erhai-See, umringt von einer Stadtmauer, was natürlich immer einen besonderen Charme versprüht! Vor allem die ECHTEN, blühenden Kirschbäume erzeugen ein fast schon kitschiges Stadtbild. Für einmal kein FAKE in China! :-o Ok, ist etwas fies! Aber wenn man, wie wir, länger in China umher reist, traut man schon fast keinem blühenden Baum mehr! :-D

in der historischen Altstadt Dali's_ IMG_0934Dali Altstadt haben wir schnell gesehen. Nebst vielen westlichen Restaurants (wir geben es zu, zwischendurch eine willkommene Abwechslung nach 2.5 Monaten China!) hat es unzählige Souvenirstände wo sich das Angebot alle 10 Meter wiederholt. Dies lieben die Chinesen, so sind sie schön beschäftigt und wir haben wenigstens bei einer weiteren Fahrradtour unsere Ruhe! Dieses Mal auf den typischen China-Style-Drahteseln und natürlich farblich abgestimmt! ;-)

MaNa die Rad-Tour-Profis_IMG_0960
Wir erkunden den nahegelegenen Erhai-See und fahren durch die schönen, weniger herausgeputzten Dörfchen dem Ufer entlang.

Weitblick über den Erhai-See..._IMG_0954bei schönstem Wetter_P1020586ein nicht so herausgeputztes Dörfchen entlang des Sees_ IMG_0945Gemütlich radeln wir von einem Dörfchen zum anderen und auch durch riesige Felder, die von den fleissigen Bauern bearbeitet werden.

durch die Dörfchen am Erhai-See_IMG_0948fleissige Bauern am Werk_IMG_0973Wir sind hautnah dabei wie zentnerweise Saubohnen gewogen werden, von den Händlern angekauft und danach in grosse Lastwagen verfrachtet werden. Interessiert schauen wir dem emsigen Treiben zu und kriegen schon vom Zuschauen Muskelkater! Wirklich eine harte Knochenarbeit, welche diese chinesischen Bauern fast ausschliesslich ohne Maschineneinsatz leisten!!

Ein Einkäufer mit grossem Lastwagen inmitten der Saubohnenfelder_IMG_0965Bauern liefern die Bohnen zentnerweise an_IMG_0977Das Objekt der Begierde. Die Saubohnen_IMG_0978Und die Reise geht weiter! Nur so viel sei schon verraten, wir werden einige Höhenmeter zurücklegen!! ;-)


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