Asche, Schwefel und viel Ärger auf Java! Teil 1

Endlich geht die Berichterstattung über unsere Reise weiter! JEPEE!!! Dies haben wir dem 1. Jahrestag unserer Rückkehr in die Heimat und einer ÜBERRASCHUNG zu verdanken. Willst du sie erfahren? Dann lies zuerst den Artikel: „1 Jahr danach…“ 😛 😉

 

 

Wir gehen seit langem Mal wieder in die Luft und fliegen nach Indonesien!!! Unsere 2 Flüge von Singapur mit Air Asia nach Yogyakarta auf der Insel Java verlaufen reibungslos! Anzumerken wäre hier, dass wir zuerst von Singapur zurück nach Kuala Lumpur geflogen sind und erst von da nach Yogyakarta! 😮 Unlogischerweise waren diese 2 Flüge viel günstiger als ein Direktflug! Dies war zwar budgetschonend 😀 aber nicht sehr umweltfreundlich… 😡

Voller Vorfreude auf Indonesien und auf die Insel Java steigen wir aus dem Flugzeug und lassen uns bequem von einem Taxi ins Touristenviertel in der Jalan Prawirotaman kutschieren. Dort gönnen wir uns nach den unruhigen und eiskalten Nächten im 6-er Schlafsaal in Singapur eine etwas bessere Unterkunft! Im Prambanan Guesthouse freuen wir uns vor allem auf den Pool! 😉 Auch sonst gefällt uns dieses übersichtliche Touristenviertel und alle Locals sind uns sehr freundlich gesinnt! Erster Eindruck von Indonesien ist schon mal gut!

Wie es der Zufall so will haben wir hier ein weiteres Wiedersehen! Wir treffen Lisa, eine alte Couchsurfing-Bekanntschaft aus Zürich! Sie arbeitet für gut ein Jahr in Solo, dem nächst grösseren Ort und lebt dort bei einer indonesischen Gastfamilie. Auch hier ist die Wiedersehensfreude gross und es gibt auf beiden Seiten viel zu erzählen! Von Lisa erfahren wir viel Wissenswertes und Lustiges über die indonesische Kultur und der Abend geht (leider) viel zu schnell vorbei! Gewappnet mit vielen guten Tipps verabschieden wir uns auch schon wieder von Lisa.

Jogja (Tschogtscha), wie die Locals Yogyakarta liebevoll nennen, bietet viel Kultur und Sehenswertes! Wir picken uns das Bekannteste heraus und besichtigen die buddhistische Tempelanlage Borobudur! (Wir können ja schlecht schreiben, dass wir am liebsten nur im Pool gebadet hätten… 😉 ) Die ganze Anlage ist wirklich sehr schön! Doch bei „Tempelgeschädigten“ wie wir, vermag sie uns nur halb so zu beeindrucken wie zum Beispiel die Tempel von Angkor in Kambodscha.

Umso lustiger sind die vielen einheimischen Schulklassen die mit ihren Lehrern das Gelände unsicher und „Jagd“ auf die Westler machen! Dies kennen wir so nur von China! 😉 Nach vielem Händeschütteln, Fototerminen und Unterschriften in Klassenheften „flüchten“ wir zum Ausgang. Ufff!

Wir verlassen Jogja und buchen einen Transfer zu einem der aktivsten Vulkane auf Java, dem Mount Bromo!

Die Busreise erweist sich als lange (10h!) und fordert unseren Sitzbeinhöckern einiges ab… Bevor es jedoch zum Bergdorf Cemoro Lawang hochgeht, das gleich neben dem Vulkan liegt, wirft uns der Fahrer bei einem Reisebüro raus! Da wir weder eine Sonnenaufgangstour noch die Weiterreise buchen werden wir mehr oder weniger in Ruhe gelassen. Alle anderen Touristen im Bus buchen etwas und es wird ihnen auch gleich noch die „Eintrittsgebühr“ für den Bromo Nationalpark abgeknüpft. Die Eintrittstickets sehen alles andere als offiziell aus. Daher ist für uns klar, dass wir diese erst vor Ort kaufen werden. Im offiziellen Tickethäuschen!

Die Fahrt geht weiter und nach einer weiteren Stunde erreichen wir spätabends Cemoro Lawang und damit unsere Unterkunft mit dem passenden Namen Cafe Lava Hostel. Da wir nicht wie viele andere Touris nur 1 Nacht dort bleiben, schlafen wir am nächsten Morgen erstmals aus oder hatten dies zumindest vor. Denn um 08.00 Uhr in der Früh klopft uns jemand aus dem Schlaf! Das erste was uns der Typ vor der Tür ins verschlafene Gesicht sagt klingt in etwa wie: „Pay Entryfee, give Money!“ Wir erklären ihm, dass wir erstmal weiterschlafen werden und er später (viel später!) wieder kommen soll…

An Schlafen war dann leider nicht mehr zu denken, denn unsere Gedanken kreisten darum:

Wie wusste der, dass wir kein Eintrittsticket haben und das wir genau in diesem Zimmer sind???

 

Als wir dann (nicht ausgeschlafen wie geplant!) zum Frühstücken ins Hostel-Restaurant gehen, steht der mühsame Typ schon wieder da und fuchtelt mit irgendwelchen Tickets vor unseren Nasen rum und stalkt uns durch das ganze Restaurant! Langsam aber sicher werden wir ziemlich wütend und sagen ihm bestimmt, dass wir zuerst in Ruhe frühstücken und dass wir dann die Eintrittstickets bei einer offiziellen Stelle kaufen werden. Draussen mischt sich dann auch noch irgendein Busfahrer ein und ruft uns zu: „Wenn wir die Tickets jetzt nicht kaufen, werde er uns nicht mitnehmen!“ Hä wohin denn?! Der Gute weiss wohl noch nicht, dass wir kein Package gebucht haben.

Egal! Auf jeden Fall ist unsere Laune im Eimer und nachdem der Typ wütend die Eintrittstickets bei der Rezeption hinterlegt hat, machen wir uns auf die Suche nach etwas, das nach einem offiziellen Ticketbüro aussieht. Doch Fehlanzeige! Es gibt keins!
Wir sprechen mit mehreren Touristen und so wie es aussieht, haben die meisten, die ein Package gebucht haben, die Eintrittsticket-Gebühr schon inkludiert und alle anderen mussten die Eintrittsgebühr in der jeweiligen Unterkunft berappen. Anscheinend war man (also die Locals die vor Ort arbeiten…) schon informiert, dass genau WIR noch KEIN Eintrittsticket haben. Total verärgert und genervt über diese Eintrittsticket-Schxxxxe zahlen wir schlussendlich zähneknirschend den Eintritt doch im Hostel. Schliesslich wollen wir nicht auf Schritt und Tritt verfolgt werden von diesen Eintrittsticket-Mafia-Typen die eine gewaltige Aggression an den Tag legen, die wir bisher in ganz Asien noch nie gesehen haben…

Nachdem unser Ärger etwas verrauchte (haha) können wir uns ENDLICH der faszinierenden Vulkanlandschaft widmen! So was haben wir in der Tat noch nirgends gesehen und wir entscheiden uns zu Fuss zum Krater des Vulkans Bromo zu wandern. Vom Dorf aus sind es gut 60 Minuten und die lohnen sich auf jeden Fall!! Der Weg durch die wüstenähnliche Aschelandschaft ist faszinierend, wenn auch sehr staubig, windig und heiss. Wir wappnen uns mit Tüchern die wir um Mund und Nase binden.

Wie 2 Mumien erreichen wir schweissgebadet endlich den Kraterrand und sind erstmal sprachlos. Noch nie konnten wir einem aktiven Vulkan in den Schlund schauen und wir verspüren ein „wenig“ Nervenkitzel. Ganz mutige Touristen wandern sogar mit einem Guide um den Kraterrand! Uns genügt der Einblick aber vollkommen!

Am nächsten Morgen heisst es dann früh aus den Federn! In stockdunkler Nacht wandern wir mutterseelenalleine los, zu einem Aussichtspunkt auf einem nahen Berg. Unsere Mission heisst: Den Sonnenaufgang fotografieren! Wir sind ausnahmsweise mal die Ersten (ja das gibt’s!) und sichern uns einen guten Platz. Yeahh! 😉
Es ist arschkalt und unsere Zähne klappern immer lauter doch die Mühe hat sich gelohnt! Denn gleich nach unserer Ankunft kommen immer mehr Touristen, welche die gleiche Idee haben und auch auf die teuren gebuchten Jeeptouren auf den noch etwas höhergelegenen Aussichtspunkt verzichteten. Die Aussicht auf die im Morgenlicht aufwachende Kraterlandschaft mit dem Vulkan Bromo ist phänomenal und schlotternd schauen wir dem Sonnenaufgang zu, bis der Tag auch über die letzte Bergsilhouette angebrochen ist. 😎

 


Kommentare

Asche, Schwefel und viel Ärger auf Java! Teil 1 — 20 Kommentare

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    Welcome to my about page. I started writing in middle school after a creative writing assignment for my English teacher. I did creative writing for several months before I thought about doing something else.
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  12. Sehr interessanter Artikel.Vielen Dank für die tollen Informationen. Hattet wohl anscheind eine interessante Reise hinter euch, sind wirklich tolle Bilder und beeindruckende Orte.

    Gruß Andre

  13. Hi Manu & Nadine, bin zufällig auf euren Blog gelangt. Toller Artikel über Java und den Bromo. War letztes Jahr selbst auf Java und hab die Bromo-Tour unternommen – allerdings von Malang aus. Bin total erstaunt, dass bei euch so wenig Menschen im Nationalpark unterwegs waren. Nehme mal an, dass ihr unter der Woche die Tour unternommen habt. Ich war damals an einem Sonntag dort und da waren so viele Einheimische unterwegs, dass man sich fast über den Haufen gefahren hat. Man musste sogar über 30 Minuten anstehen, um über die Treppe auf den Bromo zu gelangen.

    Grüße Andy

    • Hi Andy!
      Danke für Deinen Kommentar! Bei uns stimmt leider das Datum vom Bericht nicht mit unserem tatsächlichen Aufenthalt überrein. Wir waren im Jahr 2014 auf Bromo!:-) Da wir leider ziemlich hinterherhink(t)en mit unseren Berichten haben wir ihn im letzten Mai 2015 von zu Hause aus geschrieben. 😉 In Cemoro Lawang waren wir mit keiner Tour unterwegs! Wir sind selber zu Fuss von Cemoro Lawang zum Vulkan gelaufen, besichtigt und wieder zurück. 😉 Könnte aber sein, dass es unter der Woche war da es wirklich nicht viele Einheimische hatte. Liebe Grüsse Nadine&Manu

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